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Liebe und Wick VapoRub

Bevor ich zum Wick VapoRub komme, sei noch kurz erwähnt, dass die Nudeln mit Tomaten-Sahne-Sauce gestern sehr lecker waren. Besonders für meinen Sohn war es scheinbar ein Fest, denn es hagelte Lob und Herzlichkeiten. Na ja, die meisten Kinder mögen Nudeln und Sahne, Tomaten und gekochter Schinken, das ist genau sein Ding. Ich selbst fand es jetzt nicht so spektakulär, aber ich habe das erste Mal eine richtig schöne Bindung an meine Sauce bekommen! Yeah! Wieder ein kleiner Schritt! Mein Mann war eh mehr mit dem Handballspiel beschäftigt ... war aber auch ein Krimi!!!!!

Heute dann wurde der verschobene Kindergeburtstag meines Sohnes nachgeholt. Das Kind war zwar morgens schon mit Schniefnase aufgestanden, aber ein Schnupfen sollte uns jetzt nicht abhalten, zumal die Feier ja schon einmal wegen Krankheit verschoben worden war.

Mein Sohn hatte sich in den Kopf gesetzt, in einer von diesen Kinderbespaßungseinrichtungen – auch Indoor Spielepark genannt – zu feiern. *seufz* Wir als Eltern halten da eigentlich nicht so viel davon und haben es acht Jahre lang geschafft, solche Rummeldummeldingsbumsdinger zu vermeiden. Der Nachwuchs hatte das Ganze aber natürlich seinerseits auf anderen Kindergeburtstagen mitbekommen und nun wollte er halt auch mal dort feiern. Also mussten wir da wohl durch … denn schließlich soll er ja Spaß haben und auch die Freiheit seinen Geburtstag so zu feiern, wie er das gerne möchte. Ich muss sagen, für Eltern ist das echt entspannend ... man muss halt eigentlich gar nichts machen, außer Geld ausgeben. Da hat man mit einem klassischen Kindergeburtstag mit Schatzsuche und allem Zipp und Zapp zu Hause deutlich mehr zu tun. Aber nochmal brauche ich das nicht ... hoffe, das mein Kind sich nächstes Jahr was anderes in den Kopf setzt ... allein die ständig auf Handys daddelnden Mütter mit abwesendem Blick und Desinteresse in jeder Faser ihres Körpers gingen mir doch irgendwie ziemlich auf den Zünder. Anyway ... die Kinder hatten wohl Spaß ...

Nach fünf Stunden Rummel Dummel und Dingsda war mein erkältetes Kind dann aber auch total gar. Er brach mir prompt im Auto auf dem Nachhauseweg ein, und als alle Geburtstagsgäste wieder abgeliefert waren, wollte er einfach nur noch nach Hause und aufs Sofa oder ins Bett. Ergo musste wieder mein Mann einkaufen. Der wollte eigentlich noch in die Firma und was arbeiten, weil derzeit viel Stress und zu tun. Doch nach 1 ½ Stunden – ich weiderhole: ANDERTHALB STUNDEN – im Supermarkt, kam er vollends bedient heim und schleppte grummelnd Kisten und Getränke in die Küche. (Es muss nicht erwähnt werden, dass ich keinen griechischen Joghurt bekam, sondern fettarmen Joghurt. Schweigen wir einfach still über diesen Fakt.) Jedenfalls gelang mir dann noch die Krönung des Tages, indem der Henkel am Sixpack des bayrischen Bieres riss und wir die Küche in hellem Gerstensaft tränkten. Irgendwie scheint es sich wie ein roter Faden durch 2016 zu ziehen – mein Mann versteht meine Einkaufszettel nicht und ständig wischen wir diverse zerschellte alkoholische Getränke von den Fliesen auf.

Jedenfalls hatte ich heute alle Zutaten für meine Gemüsesuppe, die ich kochen wollte, zusammen. Geräucherter durchwachsener Speck wird in Butter angebraten und dann mit Schalotten ein wenig gedünstet. Dann das Gemüse rein, welches da wäre: Möhre, Zucchini, Staudensellerie, Lauch, Romanesco, Zuckerschoten. Bisschen weiterdünsten und dann mit Hühnerbrühe ablöschen und Thymian, Majoran und Rosmarin würzen. Es kommen Nudeln hinzu (eigentlich Hütchennudeln, aber die konnte mein Mann nicht kriegen/finden … aber ich hatte noch Gnocchi, die gingen auch … wohlgemerkt, die Gnocchi genannten Nudeln haben nichts mit echten Gnocchi zu tun und ich habe keine Ahnung warum Bertolli diese Nudelform so nennt … auf jeden Fall sind es ganz normale Nudeln und sie machen sich ganz gut in der Suppe); und dann wird das ganze einige Minuten gekocht bis die Nudeln schön bissfest sind. Dann noch Tomatenwürfel rein, Salz, Pfeffer und Petersilie und fertig!

War genau das richtige für mein angeschlagenes, krankes Huhn, die Hühnerbrühe mit dem Gemüse. Es hebte die Lebensgeister wenigstens ein bisschen und jetzt sitzt der Schniefelus auf dem Sofa und schniefelt vor sich hin. Aber nicht mehr lange, und dann wird er im Bett liegen, mit einer ordentlichen Ladung Eukalyptussalbe auf der Brust und schlummern … er ist ziemlich platt.

Tja, was lernen wir daraus … Liebe und Wick Vapurup (tatsächlich nehmen wir immer Transpulmin ;-) ) … und Suppe … das hat schon immer geholfen und wird auch noch in tausend Jahren helfen, da bin ich sicher.

1 Kommentar 30.1.16 19:58, kommentieren

Wieder eine Woche rum! Was war los? Bis auf die Tatsache, dass mein viel zitierter lieber Mann maßgeblich in mein Kochgeschehen eingegriffen hat (sein Beitrag findet sich unter "Selber schuld …", Eintrag vom 29.01.), nicht sehr viel. Ich stand morgens auf, brachte meinen Sohn zur Schule und wunderte mich über die seltsamen Dinge, die wieder einmal bei der Arbeit geschehen sind.

In der Firma, in der ich arbeite, geht es derzeit ein bisschen zu wie in freier Wildbahn. Wir strukturieren um, und jeder meiner Kollegen hofft einen möglichst guten Posten in der neuen Organisation zu bekommen. Entsprechend kann man so ziemlich jedwedes Balzverhalten beobachten, welches auch in der Tierwelt zu beobachten ist. Die Platzhirsche röhren, manch ein recht nutzlos wirkender Paradiesvogel versucht sich durch alberne Tanzerei und schrilles Federkleid in den Vordergrund zu spielen und einige Kämme, das sage ich Euch, sind mächtig geschwollen. Es ist wie eine gigantische Aufführung vom Karneval der Tiere. Ich versuche die Ruhe zu bewahren, und mich möglichst wenig von all dem ablenken zu lassen, und die Vorstellung einfach zu genießen. Ehrlich, manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich vergeblich nach meiner Popcorntüte suche, denn man könnte wirklich meinen man wäre im Kino … "Daktari" oder "Die lustige Welt der Tiere"! Ich jedenfalls bin wie ich bin, und entweder hat irgendjemand eine Verwendung für mich in diesem Unternehmen, oder eben nicht! Aus die Maus! … … … Ja, ja … einfacher gesagt als getan. Es gibt immer wieder Situationen, in denen ich mich selbst dabei ertappe, wie auch die Ellbogen ausfahren und ein schnippischer Kommentar über meine Lippen kommt. Die Kocherei hilft da tatsächlich ein bisschen, mich abzulenken. Also habe ich auch in dieser Woche wieder versucht, so gut es ging, Lafer'sche Gerichte umzusetzen. Ist mir diesmal mehr schlecht als recht gelungen … muss wohl an meiner piesepampeligen Laune gelegen haben. Nun ja, lest selbst …

Der Montag begann mit einem Totalausfall! Es sollte eigentlich Mangoldgemüse mit Fisch geben. Das Gemüse à la Lafer und der Fisch so, wie ich Fisch eben brate. Ich stellte fest, dass das Mangoldgemüse mit ziemlich viel Curry zubereitet wurde, und da mein Mann am Sonntag ja schon sein rühmliches Lammcurry kredenzt hatte (Nochmal: ein lohnenswerter Beitrag unter "Selber schuld vom 29.1.), wollte ich am Montag nicht gleich schon wieder was mit Curry kochen. Flugs die Lafer'sche Kochschule durchgeblättert und Zucchini-Möhrenpuffer entdeckt. Habe Möhren, habe Zucchini – check! Fisch in einer Pfanne, Puffer in der anderen … für einen Moment meldete sich die kleine feine Stimme meiner Persönlichkeit, die genau über meine nicht-vorhandenen Fähigkeiten im Multi-Tasking Bescheid weiß. Wie es der Zufall will, kann ich aber gerade die Frequenz auf der diese Stimme sendet ganz wunderbar selektiv ausblenden, wenn ich will! Das Desaster war vorprogrammiert: Puffer leicht verbrannt, Fisch kaum durch … In den Tiefen des Eisfaches fand ich noch eine Packung Fischstäbchen. Ich möchte nicht weiter darüber reden!

Am Dienstag waren Sohnemann und ich wieder einmal verwaist und es wurde nicht gekocht, sondern auf Fast Food Bringdienste ausgewichen … ich möchte eine Details dieser kleinen dienstäglichen Schweinerei zum Besten geben. Auch hier hülle ich mich in schamhaftes Schweigen!

Es folgte der Mittwoch … Risotto sollte es geben … und dazu wollte ich, wieder in Eigenkreation ein paar Garnelen, mit dem immer noch im Kühlschrank befindlichen Mangold in die Pfanne hauen. Risotto ist gut! Risotto ist mein Freund! Schmeckte lecker … und auch die Garnelen passten schön knofelig und mit dem Mangold gut dazu. Na geht doch!

Donnerstag schloss die Woche mit einem Omelette. Mein Sohn hatte den Nachmittag mit seiner Oma im Kindertheater verbracht und entsprechend spät, war der junge Mann zu Hause. Da bot sich ein "schnelles" Omelette einfach irgendwie an. Ich kann Pfannkuchen machen … dann kann es doch nicht so schwer sein, so ein Omelette aus der Pfanne zu heben. Dachte ich ……….

Man nehme zwei Eier, verquirle sie, würze sie mit Salz, Pfeffer und einem Hauch Knoblauch … ja genau … Herr Lafer wollte, dass ich mit einem "Hauch" Knoblauch würzte. Was zum Henker ist ein "Hauch"?!? Ich knubbelte die kleinsten Zehen von der Knolle und erklärte sie freimütig zu einem "Hauch"! Dann noch einen Schlag geschlagener Schlagsahne untergeschlagen und ab damit in die Pfanne. Nun besitze ich keine besondere Omelettepfanne und wusste bis gestern auch nicht, dass es sowas überhaupt gibt … aber auch das schien mir verhältnismäßig unerheblich. Meine Pfannkuchen funktionierten in meiner Pfanne ja auch immer ganz gut. Bei mittlerer Hitze stocken lassen und darauf achten, dass die untere Haut nicht beschädigt wird. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um hier erstmals zu gestehen, dass ich ein recht ungeduldiger Mensch bin. Dieses verdammte Omelette wollte einfach nicht STOCKEN! Jedenfalls nicht so schnell, wie ich es gerne hätte. Als es dann einigermaßen "durch" war, habe ich die widerspenstige Eierspeise mit Mozzarella, Tomatenwürfeln, etwas Pesto (aus dem Glas!!!) und gehacktem Basilikum belegt. Beim Zuklappen riss das erste Omelette auf, das zweite wollte partout nicht aus der Pfanne, das dritte wurde dann endlich was. Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, dass Omelettes nicht beim ersten Mal gelingen. Eierspeisen erfordern augenscheinlich eine gewisse Lernkurve … und ich LERNE noch! Aber geschmeckt hat es dann doch ganz gut ... samt dem Knoblauchhauch und obgleich meine Omelettes in Ermangelung der richtigen Pfanne nicht gar so elegant auf den Teller gleiten.

Soviel zum Abriss meiner Woche … ich weiß, es ist immer sehr viel zu lesen … von Mo bis Fr … aber unter der Woche komme ich einfach nicht dazu zu schreiben, oder habe den Kopf nicht frei. Erst wenn der Freitag zum Feierabend schlägt, habe ich genügend Muße, mich diesem Blog zu widmen! Ich hoffe, Ihr seht es mir nach, und hört nicht auf zu lesen … Ach ja … kleine Vorwarnung … ich habe noch KEINE Ahnung, was ich morgen und übermorgen kochen werde … … … Auf jeden Fall mache ich mich jetzt an meine Tomaten-Sahne-Sauce, die ich auf (gekaufte) Penne schmeißen möchte. Bei uns wird heute Handball geguckt und dazu gibt es Nudeln mit Lafer'scher Sauce!

29.1.16 18:14, kommentieren

(K)ein Kommentar!

Ganz kurz zum letzten Beitrag ... "Selber schuld" ... der ist nicht von mir, sondern von meinem Mann! Ungekürzt, unverändert und so wie Er ihn schuf.

29.1.16 16:40, kommentieren

Selber Schuld.....und dann noch Frittieren.

Dieses ist der Eintrag dessen der dem Weihnachtsmann sagte er möge doch seiner liebsten ein Kochbuch schenken und am besten eines von Lafer, Weil "Mann" sich an die netten Kochexperimente auf Föhr erinnerte.

Ja Ich bin der der Einkaufszettel nur versteht wenn Sie eindeutige Informationen enthalten. Sobald die Informationen auch nur einen Hauch von Interpretationsmöglichkeiten bieten oder wenn Ich der Meinung bin Ich weiß was gemeint ist und brauche es nicht genau zu lesen wird schon mal aus einem kleinen Lauch ein Bund Frühlingszwiebeln oder aus Schinkenwürfel werden Speckwürfe

Ob die Männer der Altvorderen wenn Sie Jagen gingen genau nach "Einkaufszettel" gejagt haben wage Ich zu bezweifeln. Wenn Sie den Auftrag hatten zu Fischen und auf dem Weg kam ein Mammut vorbei dann wurde halt Mammut mit gebracht und man war stolz darauf das man ein Tier mit gebracht hatte, so wie es einem aufgetragen wurde. Hier noch mal die einfache Formel: Fisch =  Kleines Tier, Mammut = großes Tier. Ergebniss: Toller Mann weil großes Tier mit gebracht. Klar soweit ? ( Mein Lieblingszitat aus einen Film...na wer kennt den Film )

Vieleicht waren die  Männer auch deswegen Jäger weil Tiere mit etwas Mühe und gutem Willen besser auseinander zu halten waren als Kräuter und Blätter......

Aber Ich schweife ab.

Nicht nur das Ich das Kochbuch "verschuldet" habe Ich habe mich auch vor einigen Tagen zu einer unbedachten Äußerung verleiten lassen in dem Ich meinte zu erwähnen das Ich wohl in Kürze ein Gegenkochbuch erwerben muss um Herrn Lafer mal die Stirn zu bieten.

Spontan sagte meine Frau. OK dann darfst Du die nächsten Tage mal ein Gericht "Lafern" wie mein Sohn und Ich das Kochen bei uns mittlerweile umbenannt haben. Ich..Äh..so war das gar nicht gemeint.

Ich und mein Sohn finden es im Grunde unseres Herzens Klasse das unsere Liebste sich diesem "wir lesen und kochen jetzt den ganzen Lafer" verschrieben hat und das wir fast jeden Abend in der Woche "Selbstgekochtes" genießen dürfen, wir haben unsere Zeit schon mit viel Sinnloseren Dingen verbracht als darüber zu Debattieren ob das Gericht nun schmeckt oder nicht oder ob man etwas hätte anders machen oder würzen sollen.Bisher schmeckte alles besser als Fertigpizza oder Tillmanns Toastis.

Aber mein Sohn und Ich haben auch unseren Spaß daran an Herrn Lafer als Österreichischen Eindringling in unserer Familie kein gutes Haar zu lassen und unsere liebste damit zu foppen und zu ärgern.

So jetzt aber zurück zum Thema..dem Lafern.

Ich ließ mir also von unserem Sohn die Heilige Schrift des Lafers bringen und blätterte Lustlos darin herum mit dem mir innewohnenden Selbstzweifel das Ich es eh nicht hin bekomme, Ich es versaue, verbocke, verhunze und und und. Woher Ich diesen " Ich kann das sowieso nicht und das wird doch nix" Gen defekt habe ist mir Schleierhaft, aber er hat mir schon oft im Leben im Weg gestanden und wenn Ich so zurück Blicke auf meine nun 50 Jahre dann muss Ich mich fragen wie Ich all das gemacht habe  was Ich schon gemacht habe....aber ehrlich das was da alles in dem Kochbuch stand, das wird doch eh nix.....das kann Ich nicht. Bähhhhh

Ich blieb dann doch an einem Lamm Curry hängen. Lamm mögen wir alle drei, das kann selbst Ich nicht versauen dessen war Ich mir sicher.

Aber mein zweiter Gen defekt schlug auch gleich zu. Nämlich, nicht komplett zu Ende zu lesen, sondern nur die Zutaten und die ersten Sätze zu lesen und bei mir denken. Aaach.. das kann Ich auch. Ob das wirklich was mit Denken zu tun hat oder nur das Gefühl ist das man Denken könnte wenn man es denn wollte ?

Meine liebste sagte nichts. Las das Rezept und kaufte am nächsten Tag ein. Ich hätte Ihr gerne auch einen Einkaufszettel geschrieben, aber das ist noch ein ganz anderes Thema von dem Sie vieleicht selbst mal berichtet.

Am Tag des Kochens fragte Sie dann. Bist Du Dir sicher das Du Frittieren willst. Hääh ? Nee ? Wir haben doch auch gar keine Frittiergerätschaft. Lamm Curry hat aber nun auch wirklich nichts mit frittieren zu tun. Was sollen solch unsachlichen Fragen.

Ahhhhh. Da stand es. Lammfleisch würfeln und in 1/2 ltr. geeignetem Öl frittieren. Das stand da vorgestern noch nicht im Rezept. Das hat der Lafer da nachträglich rein geschrieben...Drecksack dieser.

Na Danke auch...was ist denn das geeignete Öl. So viel vor weg Sonnenblumen- Olivenölgemisch ist es auf jeden Fall nicht. Brennt zwar nicht. Frittiert aber auch nicht.

Aber nun da Ich mir sicher war das es in die Hose geht konnte es ja nicht mehr schlimmer werden und Ich begann mit den Vorbereitungen.

1) Jedwede Hilfe ablehnen und alle aus meinen Arbeitskreis verbannen. Da Ich ja wusste das Ich eh alles falsch machen würde bräuchte Ich auch keinen der mir sagt das es falsch ist.

2) Alle Zutaten Penibel auf Maß zuschneiden auf das Gramm und den Milliliter abwiegen und abmessen. Für dieses Vorgehen bin Ich meiner liebsten seid Jahren dankbar da Ich ansonsten immer wieder schon im Chaos des, verdammt wo ist Zutat X und wo ist Y, versinken würde. Während schon irgend etwas auf dem Herd steht und Richtung Urknall brutzelt.     

3) Lamm Salzen, Pfeffern, Würfeln und mit Minzblätter/Knoblauchgemisch 15 Minuten ziehen lassen. Danach Frittieren....es war ein kläglicher Versuch. Als Ich merkte das es nicht klappen kann habe Ich das Lamm als es innen schön rosa war aus dem Ölsumpf genommen uns es bei 50 Grad im Ofen warm gehalten.

4) Zutaten wie Curry Pulver, Kurkuma Pulver, Zwiebeln, Knoblauch, Basilikumblätter, Geriebene Orangen und Zitronenschale in Öl anschwitzen. Dann eigentlich mit Kokosmilch ablöschen, aber die mögen wir alle nicht so wirklich, darum einfach Sahne genommen, Geflügelfond dazu und aufkochen lassen. Dann alles Pürieren. Das ergab nach 20 Minuten eine sehr Indisch Duftende und Farblich sehr Interessante Soßenartige Masse

5) Das Fleisch dazu geben und noch mal 10 Minuten Köcheln

6) Reis dazu als Beilage ( Ja Tüte...hat wer was anderes erwartet )

Fazit. Unser Sohn fand die Geschmacksrichtung, sagen wir mal Interessant aber nicht begeisternd. Ich Persönlich empfand die Orangenschale und Zitronenschale von der Menge zu viel und darum kam mir eine zu starke Bitternote durch. Aber ansonsten wirklich essbar. Meine liebste war von dem Indischen Hauch mehr als angetan und Ich glaube Ich dürfte das noch mal versuchen.

Warum man das Lamm frittieren soll weiß Ich nicht. Nötig ist es nicht wirklich außer dass es eventuell etwas "knuspert".

Am nächsten Tag hat meine Frau die Reste vom Vortag mit Sauce Hollandaise "Verfeinert" und daraufhin hat unser Sohn wohl alles komplett verputzt.

Ich glaube Ich könnte jetzt auch nach Harald Wohlfahrt kochen. Auch so ein Gen Defekt. Wenn denn mal was geklappt hat dann meint Er  nun könne Er alles und Er habe auch nie etwas anderes behauptet.

Ich glaube Ich warte jetzt besser auf die Grillsaison. Da hat der Lafer mal nichts zu in seinem Buch geschrieben. Mann + Feuer + Fleisch = Urinstinkte und da kann " Mann fast nix" falsch machen.  

29.1.16 16:38, kommentieren

Wieviel Spleen verträgt der Mensch?

Das musste ich mich dann gestern doch fragen, nachdem mein Sohn beim Einkaufen plötzlich mit leicht feuchten Augen vor mir stand, und mich fragte, ob wir jetzt immer nur noch nach Lafer kochen und essen müssten.

Oh je, dachte ich, jetzt kippt die ganze Sache! Es schmeckt ihm nicht und es geht ihm auf die Nerven. Verbringe ich zu viel Zeit in der Küche, und zu wenig mit meinem Kind? Als berufstätige Mutter fragt man sich solche Sachen ständig. Schließlich will man ja auch mal Zeit für sich selbst neben dem ganzen Arbeiten haben ... schreiben, lesen, daddeln ... meinen Lieblingsbeschäftigungen nachkommen. Eigentlich gelingt mir das ganz gut. Mein Sohn ist neun ... der will gar nicht den ganzen Tag von mir betüddelt werden! Und angesichts der desolaten Situtaion auf der Arbeit ist man ja auch nicht übermotiviert und findet gar kein Ende. 

Im Supermarkt jedenfalls, meinem Sohn gegenüberstehend, das Pipi in seinen Augen steigend, steckte mir ein ziemlicher Klos im Halse. Was, wenn mein Koch-Spleen allen total auf den Zeiger geht und ich es gar nicht merke?! Doch nach einem kurzen Wortwechsel, kamen wir dem Kern des Problems auf die Spur.

Es ging ihm gar nicht darum, dass ich zu viel koche oder dass es ihm nicht schmeckt. Er wollte lediglich mal wieder eines seiner Lieblingsessen vorgesetzt bekommen. Er hatte halt Angst, dass es ein ganzes Jahr lang keine Mini-Schnitzel mit Pommes und Sauce Hollondaise (natürlich aus der Tüte!) oder Knorr-Hackbraten mit Pfanni Kartoffelpü geben könnte. Also fragte ich ihn, was er denn gerne mal wieder essen würde, und prompt kehrten die Sternchen in die Augen zurück, und mit einem breiten Grinsen im Gesicht verkündete der junge Mann, dass es abends bitte eine Kartoffel-Hackfleisch-Suppe geben sollte. 

Dazu muss ich erklären, dass dies wie so oft in der Küche meiner Vergangenheit, auf der Basis einer Knorr-Fertigsuppen-Tüte zu kochen ist. *schäm* Für alle, die es wissen und "nachkochen" wollen: Man nehme Knorr Tüte Hackfleisch-Lauch-Suppe und dazu noch Hackfleisch, Lauch, Kartoffen, Sahne oder Schmand und Schmelzkäse. Mengentechnisch nimmt man die Häflte der auf der Tüte angegebenen Lauchmenge und ergänze die andere Hälfte mit Kartoffeln ... immer lieber mehr Kartoffeln als Lauch ;-). Wenn man mit Wasser aufgießt, nimmt man etwas weniger Wasser und ergänzt den Rest nach belieben mit Sahne oder Schmand. Ansonsten alles genau wie auf der Tüte beschrieben zubereiten. Ist echt lecker. :-)

Jedenfalls war es das auch gestern abend wieder, und ich muss gestehen, mein Sohn hatte wirklich recht. Nach der ganzen "feinen" Küche war es mal eine nette Abwechslung wieder ordentlich Geschmacksverstärker auf die Zunge zu bekommen. Doch so ganz ohne Rezept aus Lafers Kochschule wollte ich auch den gestrigen Tag nicht beschließen ... ergo gab es eine Schokomousse als Nachtisch.

Wieder so ein Gericht, was es bei uns bisher immer à la Dr Oetker gegeben hat. Tüte auf, Milch dran, rühren, kalt stellen, fertig! Jetzt musste ich eine Schokomousse selber machen.

Leute ... kauft bitte ... BITTE ... NIE WIEDER Dr Oetker Superfast Schokopampe !!!!!!!!!!!!!!! Selber machen ist sooooo easy, kostet nicht mehr als die Tüte (für die Schokolade gebt ihr genauso viel Geld aus wie für die Tüte !!!) und schmeckt deutlich leckerer und einfach echter ... eben nach Schoko!

Daher jetzt auch zum ersten Mal ein Rezept richtig eingestellt, ob ihr es wollt oder nicht ... wenn ich damit auch nur einen oder zwei dazu bekehren kann, einmal in ihrem Leben eine richtige echte Schokomousse zu bauen, dann macht mich das spleenigerweise echt glücklich!

Dunkle Schokoladenmousse à la Lafer (Mengenangaben für 4 Personen), frei kommentiert nach mir

130g Zartbitterschokolade (70% Kakaoanteil), 1 Ei, 2 Eßlöffel Wasser, 2 Eßlöffel Rum (kann man auch weglassen, wenn man keinen Alkohol mag oder möchte oder darf) 300ml steif geschlagene Sahne

Die Schokolade grob zerteilen und in einer Schüssel auf einem heißen Wasserbad unter Rühren schmelzen. Schüssel erstmal auf dem Wasserbad hängen lassen! Das Ei mit 2 Eßlöffel Wasser in einer weiteren Schüssel auf einem weiteren heißen Wasserbad (KEIN KOCHENDES WASSER) cremig aufschlagen. Tipp von mir: nehmt einen Mixer, schlagt das Ei mit dem Wasser auf niedrigster Stufe BEVOR ihr es ins Wasserbad stellt kurz an, und stellt es erst dann ins Wasserbad und mixt fleißig weiter auf niedrigster Stufe. Dann gebt ihr die Schokolade und den Rum (insofern ihr welchen reinhaben wollt) dazu und rührt mit dem Mixer weiter auf niedrigster Stufe alles durch .... immer noch schön auf dem Wasserbad! Es entsteht eine glatte schöne braune Creme. Wenn man nicht so faul ist wie ich, kann man natürlich auch die Muckis arbeiten lassen und alles von Hand rühren ... muss aber wirklich schnell gerührt werden! Jetzt vom Wasserbad runternehmen und ganz vorsichtig mit einem Schneebesen oder einem Rührlöffel die geschlagene Sahne unterheben, bis alles hübsch homogen und gleichmäßig ist. Das ganze einfach in der Schüssel lassen und für 4-5h in den Kühlschrank stellen.

Geile Sache! Schmeckt nicht zu süß und klebrig wie diese Fertigpackungen es immer tun. Einfach schön schokoladig und irgendwie eine Masse, in der man baden könnte ... insofern man in einer Mousse überhaupt baden kann ... naja, reinsetzen reicht ja auch!

Ach, und Herr Lafer, sollten Sie jemals im Supermarkt vor dem Knorr-Tütenregal stehen, probieren sie doch mal die Hackfleisch Lauch Suppe mit Kartoffeln ... :-) ... ... ...

1 Kommentar 24.1.16 13:08, kommentieren

Das Tier in mir und meinem Kochtopf

Hier noch mein Nachtrag von gestern ...

Freitag Abend … endlich Feierabend und die Stimmung zu Hause ist einfach wunderbar. Mein Mann kommt heim und ist nicht gestresst, ich freu mich aufs Kochen … weil es heute spannend wird … eine Premiere … etwas, dass ich noch nie gemacht habe … und mein Sohn ist einfach nur happy, weil er lange aufbleiben darf.

Also schau ich mir das Rezept an, welches ich mir vorgenommen habe. Miesmuscheln in einem Weißwein-Tomaten-Sud. Noch nie in meinem Leben habe ich Muscheln gekocht und ich bin doch etwas nervös. Angeblich soll man sie ja nur in Monaten mit einem "r" im Namen verzehren … sprich den Wintermonaten, da sie im Sommer zu viele Toxine durch Algen aufnehmen können. Nun ja, es ist Winter … und mein gesunder Menschenverstand gibt mir ein, dass das mit den Algen im Sommer bestenfalls noch bei selbst gesammelten Muscheln, so richtig echt aus dem Meer, eine Rolle spielt, denn die Muscheln, die wir im Supermarkt oder Fischgeschäft kaufen, kommen ohnehin alle aus kontrollierten Aquakulturen. Wie sonst soll ein italienisches Restaurant an der Adriaküste im Sommer diese herrlich duftenden Muschelgerichte servieren?!?

Mein Mann hatte jedenfalls frische Miesmuscheln im Geschäft bekommen, die allerdings eingeschweißt zu mir in meine Küchen kamen. Als ich die Vakuumverpackung öffnete kamen die ersten Zweifel auf. Wie war das mit Muscheln … wenn sie geöffnet sind, sollte man sie doch nicht essen, oder?! Diese hier waren so ziemlich alle offen! Na toll! Und jetzt? Auch Herr Lafer schreibt in seiner Kochschule, dass man die geöffneten Muscheln nicht verwenden soll. Manche waren aber nur leicht geöffnet und irgendwie rochen sie nicht verdorben. Das konnte doch nicht sein. Also flugs meinen Freund und Begleiter Google gefragt und schon erhielt ich dank eifriger Menschen, die ihre Weisheiten in diversen Kochforen freigebig feilboten, die Antwort auf meine Frage. Im Prinzip geht es bei dieser Sache mit offenen und geschlossenen Muscheln darum, dass die Tierchen noch leben müssen, wenn man sie in den Kochtopf schmeißt. Tote Muscheln verderben schnell und sind dann ungenießbar. Jemand riet, geöffnete Muscheln nicht immer gleich weg zu werfen, sondern sie einem recht einfachen Test zu unterziehen. Man solle die Muscheln einfach ein bisschen auf den Tisch klopfen und wenn sie sich dann zuzögen, wäre gewährleistet, dass sie noch lebten. Macht Sinn, denn eine tote Muschel kann kaum Muskelkontraktionen ausführen, und viel mehr als ein allesfilternder Muskel ist so eine Muschel ja nicht. Also saßen wir gestern Abend allesamt gemeinsam in der Küche und klopften was das Zeug hielt und siehe da, die Ausbeute war erstaunlich … fast alle Muscheln schnappten ein, nachdem wir ihnen klopfenderweise etwas auf die Nerven gingen.

Es konnte also losgehen mit meinem ersten eigenen Miesmuschelgericht.

Schalotten und Knoblauch in reichlich Olivenöl anschwitzen, dann geachtelte Tomaten und die Muscheln hinein. Ein seltsamer Moment, wissenden Auges, lebende Tiere in einen heißen Kochtopf zu schmeißen. Es dauerte nicht lange, und die Muskeln der qualvoll hingerichteten Weichtiere erschlafften, so dass die Schalen aufsprangen. Mit Weißwein und etwas Tomatensaft ablöschen, salzen, pfeffern und mit Petersilie bestreuen – fertig!

Dazu gab es Pommes, weil ich mir durchaus nicht sicher war, ob mein Sohn, der sich nun wirklich getraut fast alles wenigstens zu probieren, Weichtiere zu seinem kulinarischen Portfolio hinzuzufügen gewillt war.

Und ehe Fragen aufkommen ... Nein – die Pommes waren wieder nicht selbst gemacht! Ich besitze immer noch keine Friteuse und bislang kommen wir mit TK Ware, die man im Ofen bäckt ganz gut aus. Ich weiß, irgendwann stehen Pommes an … denn auch die sind in Lafers Kochschule beschrieben … echte eigene selbstgemacht Pommes … aber heute wollte ich erstmal meine ersten Muscheln feiern.

Wir stießen mit ordentlich Wein (und Fanta für den jungen Herrn) an und ließen uns die Muscheln schmecken. Ich muss gestehen, dass ich überrascht war, wie angenehm der Geschmack des Suds war und dass es keineswegs nach Meeresgetier schmeckte oder roch. Mein Mann, der Weichtiere erstaunlich gerne isst … er liebt Schnecken !!! (eine Speise, die mir dann doch nicht so ganz den Rachen hinabgleiten will) … war ganz begeistert von den Muscheln und hat sich wirklich den Bauch vollgeschlagen. Sohnemann kam nicht über die Hürde, dass die Miesmuschel nicht so richtig wirklich appetitlich aussieht und mümmelte fleißig seine Pommes mit Ketchup. Und ich … tja, geschmeckt hat es mir sehr gut … aber der Anblick der Tiere, wie sie im heißen Dampf und Sud sprichwörtlich "den Geist aufgaben", der machte mir tatsächlich ein kleines bisschen zu schaffen. Ich weiß, man muss dies Meeresköstlichkeit lebendig kochen, um Lebensmittelvergiftungen zu vermeiden, aber ganz einfach viel mir das Essen der Tiere dann doch nicht. Ich finde es eigentlich albern … denn einem Huhn, welches man in den Kochtopf schmeißt hat man vorher irgendwann auch den Kopf abgeschlagen … wo ist also der Unterschied. Es gibt ihn nicht … und daher war mein heutiges Kochexperiment eigentlich auch ein bisschen eine Lehre über das, was wir heute, wenn wir tierische Produkte essen, nicht mehr gewohnt sind … über das Töten.

Eines steht für mich fest. Ich werde nicht zum Vegetarier, denn für mich gehört zum menschlichen Speiseplan nun mal Fleisch. Ich bin eindeutig ein karnivorer Vertreter meiner Gattung – ein fleischfressendes Tier am Kochtopf, sozusagen.

23.1.16 14:58, kommentieren

Hypnotisierte Finger

Ich bin wieder da! Denn es ist Wochenende. 

In der vergangenen Woche habe ich tatsächlich festgestellt, dass mein armes Gehirn an Werktagen so sehr mit der Arbeit beschäftigt ist, dass ich kaum Muße habe, abends den Kochlöffel zu schwingen, geschweige denn danach auch noch darüber zu berichten. Mir fehlen, im wahrsten Sinne desselbigen, dann tatsächlich die Worte. Wenn ich am Montag oder Dienstag geschrieben hätte wäre es nichts als eine endlose Litanei über dieses seltsam wirre Unternehmen gewesen, für das ich schon seit Jahren tätig bin. *seufz* Besser gar nicht daran denken, sonst kommt gleich wieder die nächste Schreibblockade und macht sich vor mir auf dem Monitor meines LabTops breit wie ein feistes kleines Geschwür ... hartnäckig auf meine Finger starrend, als wolle es sie hypnotisieren. So ähnlich fühlt sich das jedenfalls an, wenn einem einfach die Worte nicht einfallen wollen. Als hätte jemand die Finger gelähmt und den Geist vernebelt, auf dass sich keine zwei Ausdrücke zu einem Satz zusammenfinden können.

Aber gekocht habe ich trotzdem. Der entsetzliche Montag endete mit einem schmackhaften Kräutersüppchen, welches mir und meinem Sohn doch sehr gemundet hat. Meinem Mann war es zu scharf ... war viel Schnittlauch drin, und Lauchgewächse führen bei meinem Schatz immer zu Flatulenzen infernalischen Ausmasses.

Dienstag habe ich tatsächlich "geschwänzt". Mein Mann war abends unterwegs und nach einem massiv gruseligen Arbeitstag, fühlte ich mich kaum in der Lage den Kochlöffel überhaupt zu heben, geschweige denn ihn zu schwingen. Die Lieblingspizza meines Sohnes von unserem Haus- und Hoflieferanten ist mit marinierten Tomatenstückchen, Thunfisch und Rucola belegt, und ich gönnte mir eine Italiana mit allem was dazu gehört ... Pilze, Schinken, Salami, Artischocken und viel Käse! Yeah! Ich liebe geschmolzenen Käse ... genau genommen könnte ich mich gut und gerne von nichts anderem als diesem herrlichen Milchprodukt ernähren, in so ziemlich jeder Form und je stinkiger desto besser! Damit stehe ich in dieser Familie allerdings ziemlich alleine da ... *seufz*

Als ich Mittwochs aufstand, um meinen Sohn in die Schule zu bringen und mich danach an meinen Arbeitsplatz zu begeben, entfuhr mir der Ausdruck "Bergfest!". Mit einigem Seufzen, Ächzen und Stöhnen schleppte ich mich durch den Tag und freute mich abends doch tatsächlich auch ein bisschen auf dieses eigentümliche asiatische Wokhühnchen mit Frühlingszwiebeln, Bananen und Litschis, welches ich kochen wollte. Ich hatte sogar frischen Koriander bekommen können. Ein herrlich intensiver Geschmack in asiatischen Speisen, der gekoppelt mi ein wenig Schärfe und gemildert durch Sahne oder Kokosmilch sehr lecker sein kann ... aber auch mit dieser Meinung stehe ich ein wenig Abseits der einhelligen Geschmacksrichtung, die meine Männer bevorzugen. Mein Sohn pickte sich die Hühnchenstreifen raus und ich bekam abends auf dem Sofa die Frühlingszwiebeln ein zweites Mal zu verköstigen ... olfaktorisch, wenn Ihr versteht was ich meine.

Am Donnerstag wollte ich meine Beiden Schätze dann mit Fleisch und Kartoffelbrei verwöhnen. Echtes Männeressen! Ok, auf den Scheiben aus der Hohen Rippe, die kurz angebraten serviert wurden, prangte eine leckere Zwiebelsauce, von der mein Mann (ich bin ihm dafür wirklich dankbar) lediglich die Sauce aß und die Zwiebeln wegließ ... auch wenn die eigentlich wirklich das Leckerste an der ganzen Angelegenheit waren ... zusammen mit dem herrlich sahnigen Kartoffelbrei.

Und dann ... TGIF! THANK GOD IT'S FRIDAY! Und für den lang herbeigesehnten Tag aller Tage der Woche hatte ich mir etwas ganz besonderes ausgedacht ... aber das werde ich im nächsten Eintrag beschreiben ... ich kann nur so viel sagen: Es war ein Fest, es hat Spaß gemacht und mein Mann (in Gänze, auch inkl. Darm) hat es genossen.

23.1.16 11:28, kommentieren

"Nur" Fisch

Morgens wollte ich eigentlich Eier mit Schinken à la Lafer zum Frühstück kredenzen, doch nachts ab halb drei war wieder mal kein Schlaf mehr zu finden. Fürchterlich müde, bin ich morgens wieder eingeschlummert und als ich um halb zehn endlich aus dem Bett kroch, waren meine Männer natürlich schon mit dem Frühstück fertig.

Also würde es heute "nur" Abendessen nach Lafers Kochschule geben. Fisch sollte es sei – Zander ni Rieslingsauce, um genau zu sein. Zander konnte ich nicht bekommen, also bin ich auf Pangasius ausgewichen. Zunächst wurden Lauch, Schalotten, Staudensellerie und Möhre in Butter angeschmort, Safran, Pfefferkörner, Estragon und Thymian dazu und mit Weißwein, Fischfond und einem guten Schuss Wermut ablöschen. Den Fisch in den Sud geben und einige Minuten gar dünsten. Dann kommt der Fisch wieder raus und es kommt Sahne hinzu. Das Ganze dann wieder mal einkochen lassen. Damit habe ich ja jedes Mal so meine Probleme. Diesmal wollte es schon sämig werden, doch da schien es mir, als würde am Ende einfach nicht genug Sauce überbleiben, und so entschied ich mich, das Sößchen wieder flüssig zu servieren. Wir sind "Saucentunker" und brauchen einfach mehr Sauce! Die fertige Sauce wurde dann durch ein Sieb passiert und zum Schluss kam noch etwas eiskalte Butter hinein und alles wurde schaumig aufgeschlagen. Dann noch etwas geschlagene Sahne und Tomatenstücke hinzu und fertig ist Fisch in einer wirklich sehr leckeren Sauce. Dazu Reis und man hat ein richtig leckeres Essen. Gar nicht so schwer und enorm fein und raffiniert. Kann ich nur empfehlen. Wiederum gerne das Rezept per mail, wer möchte.

Aber ich sollte nicht unerwähnt lassen, dass mein kleiner Sohn sich eine wunderbare Vorspeise ausgedacht hat. Es gab Lachs mit süßem Senf, dazu ein Stück gebutterten Toast … hübsch mit Schnittlauch und Petersilie garniert. Und als Nachspeise hat er wieder mal einen Dr. Oetker angerührt … diesmal war es eine Creme brulée, die allerdings in Ermangelung eines kleinen Brenners, im Ofen mit einer ziemlich bonbonartigen Karamellschicht zugekleistert war. Die Creme war allerdings lecker und Sohnemann und ich hatten Spaß in der Küche. Freu mich, dass er tatsächlich auch irgendwie Lust am Kochen zu haben scheint…

Jetzt schau ich mir "Walter Mitty" an … und morgen gibt es ein Kräutersüppchen …

… und dann ich auch schon wieder Montag. *seufz*

17.1.16 20:16, kommentieren

Wohliger Tag mit italienischem Trockenfutter

Gestern bin ich überhaupt nicht dazu gekommen, etwas zu schreiben, und ich habe auch nichts gekocht. Ich hatte ja am Donnerstag von meiner Saulaune berichtet. Gegen Abend wurde ich dann so müde, dass ich beinahe gleichzeitig mit meinem kleinen Sohn ins Bett gegangen bin, allerdings morgens um halb sieben merkte, dass ich immer noch müde wieder aufstand. Irgendwie ging mir die ganze Sache auf der Arbeit doch recht arg an die Nieren. Ich bin gespannt, wie lange ich das noch aushalte.

Freitag habe ich dann auch wieder einen recht "ärgerlichen" Tag am Schreibtisch zugebracht, aber die Aussicht auf einen Feierabend mit Wochenende half mir durch den Tag.

Mein Mann hatte sich abends zu einem "Herrenabend mit Grünkohl" verabschiedet. Das ist hier bei uns so eine eigentümliche Tradition. Ein ziemliches Gelage von Herren (Damen nicht zugelassen), die sich mit Bier und Grünkohl abfüllen. Ja, man fragt sich, was der Sinn und Zweck des ganzen ist ... es geht auf irgendwelche alten preußischen Riten zurück und muss wohl sein. Mein Mann jedenfalls geht vor allem wegen des Grünkohls hin, sagt er. ;-)

Ergo waren Sohn und ich allein daheim und entschieden uns für einen "Abend mit Niggeligkeiten" – so nennen wir das, wenn wir es uns mit einem schönen Baguette, Kräuterbutter, Oliven, Räucherlachs, Käse und ein bisschen Wurst (Salami oder sowas) vor dem Fernseher gemütlich machen und einfach "niggeln" und irgendeinen schönen Film gucken. Wir haben "Dem Himmel so nah" angeschaut und ich war erstaunt, dass mein Sohn den Film nicht langweilig fand und bis zum Ende durchgehalten hat. *seufz* Was für eine herrliche Schnulze und Anthony Quinn in der Rolle des alten Opa auf dem Weingut … einfach genial!

Seit gestern Abend geht es mir also wieder deutlich besser ... merkt man auch daran, dass ich wieder Lust habe, mein kleines bescheidenes Leben hier virtuell zu Papier zu bringen. Und heute früh hatte ich entsprechend auch wieder Elan mich an meine Kocherei zu machen.

Als es dann auch noch anfing zu schneien und die Welt sich in eine traumhaft schöne Zuckerwattewelt verwandelte, die alles um mich her entschleunigte, fühlte ich mich neben meinem Kamin mit einem leckeren Kaffee einfach wieder rundum wohl.

Am Nachmittag dann noch ein kleiner Schreck … ein Baum an der Straße, in der wir wohnen krachte angesichts der Schneelast um und es galt die Straße frei zu räumen. Herrliche Schneeluft und ein schönes Gefühl, den knirschenden Schnee unter den Füßen zu spüren. Blöde Arbeit vergessen … na ja, fast! Einfach mal zufrieden sein.

Abends sollte es dann eine klassische Lasagne geben. Dafür hatten meine Männer, die heute mal wieder einkaufen waren, auch tatsächlich alles bekommen … Glück gehabt! Eigentlich wollte ich auch einen Nachtisch machen … Bayrisch Creme … aber mangels des Vanillelikörs, der nicht zu kriegen war, muss ich das wohl auf ein andermal verschieben.

Nachdem bei Herrn Lafer in seiner Kochschule stand, dass man 2 Stunden für die Zubereitung einer Lasagne braucht, fing ich um fünf an zu kochen. Zuerst die Hackfleischsauce … Zwiebeln in Olivenöl anschwitzen und Rinderhack zugeben. Ich konnte von Glück sagen, dass ich noch ausreichend Olivenöl hatte. Ich hatte mildes ("gentile" … auf Italienisch) Olivenöl auf den Einkaufszettel geschrieben und meinem Mann fiel "Sonne – Olive" in die Hände, welches als mild beschrieben worden war, allerdings eine Mischung aus Sonnenblumen- und Olivenöl darstellte. Ich weiß, er meint es ja gut mit mir. :-) Jedenfalls kam an mein angebratenes Hackfleisch jetzt Tomatenmark und das ganze wurde schön mit Rinderfond abgelöscht. Die entstandene Sauce solange einkochen bis eine sämige Konsistenz entsteht. Oh je, schon wieder einkochen … doch diesmal klappte es! Nach einer Weile war es ein sämiger Hackfleischpamp. Mit Salz, Pfeffer, Petersilie und Thymian abschmecken.

Jetzt die Bechamelsauce. Ich muss gestehen, dass ich bis heute nicht gewußt habe, dass eine Bechamelsauce nichts anderes ist als eine Mehlschwitze mit Milch abgelöscht. Ich habe mal zwei Jahre in Potsdam gelebt und weiß daher, dass man das Ganze im Osten unserer Republik, um einiges weniger prätentiös, "Einbrenne" nennt. EINBRENNE – BECHAMEL ! Man lasse die beiden Begriffe auf sich einwirken und entscheide, welcher Begriff einem appetitlicher erscheint. Egal … Butter in Topf schmelzen, mit Mehl unter rühren anschwitzen und mit Milch ablöschen … immer schön rühren, auch wenn man irgendwann das Gefühl hat, einem fällt gleich der Arm ab. Und wie immer muss Lafer die Sauce einkochen … *seufz*. Also ließ ich meine Bechamelsauce auch die geforderten 20 Min einkochen, würzte (wie verlangt) mit Salz, weißem Pfeffer und Muskat, und richtete dann die Lasagne in der Auflaufform an.

Die Nudeln waren auch diesmal nicht selbstgemacht … das muss ich wieder einmal zugeben. Dazu brauche ich erstmal eine Nudelmaschine und selbst dann werde ich meine Spaghetti nicht selber machen … denn ich bin fest davon überzeugt, dass selbstgemachte Spaghetti nicht viel anders schmecken als die fertigen aus dem Supermarkt. Doch irgendwann steht Nudelteig an … die Ravioli lauern hinter jeder Ecke!

Schichtung der Lafer'schen Lasagne: Nudeln, Hacksauce, ein paar Tropfen der Bechamelsauce, Nudelplatten, Hacksauce … und so weiter, bis die Hacksauce aufgebraucht. Dann kommt die letzte Schicht Nudelplatten und darüber ergießt sich die ganze Pracht der herrlich eingekochten Bechamelsauce. Oben drauf noch eine gehörige Schicht geriebenen Parmesan … und ab damit in den Ofen.

Bezüglich der Angaben für die Zeit im Ofen waren sich sowohl Hersteller der Lasagneplatten als auch Herr Lafer einig, und so vertraute ich Beiden und schaute nach 30 Minuten nach, wie die Lasagne aussah: Ziemlich dunkel und nach Anstechen waren die Platten noch nicht ausreichend durch. Also einen Alufoliendeckel gebastelt, um den Parmesan und die arme Bechamelsauce vor dem sicheren schwarzen Tod zu retten, und dann das Ganze für weitere 10 Minuten in den Ofen.

Derweil saßen wir am Tisch, "niggelten" ein paar Oliven und etwas Baguette und tranken ein Schlückchen Rotwein. Mein Sohn natürlich nicht … der süppelte seine Fanta, die er zur Feier des Lasagne-Tages durfte. Und nach 10 Minuten war es dann so weit, und ich musste feststellen, dass mein Ofen einfach irgendwie anders funktioniert als der von Herrn Lafer …

Beim kurzgebratenen Fleisch oder Fisch musste ich immer etwas länger drin lassen als Herr Lafer, und jetzt war es zu lange drin … beziehungsweise, lange genug, um die Lasagneblätter zu garen, aber viel zu lange für Bechamel und den Parmesan. Davon war nichts mehr übrig. NIX! Aber wirklich GAR NIX! Und so machten wir uns heute Abend daran, die wohl trockenste Lasagne zu futtern, die ich selbst je gekocht und auch sonst irgendwo kredenzt bekommen hatte.

Also … lieber Herr Lafer … ich würde die Saucen nicht so ewig lange einkochen, und dafür die Flüssigkeit an den Nudeln nutzen, damit das alles schön "schlotzig" wird. Aber vielleicht mögen Sie ja ihre Lasagne eher "trocken". Bin schon gespannt auf Ihre Bayrisch Creme …

16.1.16 20:02, kommentieren

Saulaune

Heute war ein richtig blöder Tag. Auf der Arbeit gab es nur Ärger und dann habe ich am Nachmittag noch einen Keks mit Walnuss gegessen und erst zu spät gemerkt. Ich vertrage keine Walnüsse und bekam auch prompt die Quittung – Magenschmerzen.

In der Hoffnung, dass ich abends wieder etwas essen kann, habe ich mich trotzdem an mein Lamm gemacht, welches seit gestern Abend im Kühlschrank vor sich in mariniert hat – Beschreibung Blog von gestern. Zuerst galt es ein Tomatenpesto herzustellen. Getrocknete Tomaten wurden klein gehackt, Knoblauch, Salz, Petersilie und Thymian druntergemischt und mit ordentlich Öl und einem Schwupps Semmelbrösel vermengt, so dass eine pestoartige Masse entsteht.

Das Lamm wurde abgetupft und scharf von beiden Seiten in einer heißen Pfanne angebraten. Dann mit dem Pesto bestrichen und ab in den Ofen. Ich wusste ja schon, dass Lafers Garzeiten bei meinem Ofen immer etwas knapp bemessen waren, und so verlängerte ich die Garzeit.

Dazu gab es einen Salat mit einer Ei-Vinaigrette. Grundrezept Vinaigrette – wie im allerersten Blogeintrag beschrieben – mit kleinen Eiweißwürfeln, Knoblauch und Petersilie verfeinern.

Mehr mag ich heute gar nicht übers Kochen erzählen, denn tatsächlich konnte ich das Essen nicht genießen, weil mein Magen angesichts dieser blöden Walnuß immer noch rebelliert. Ich kann die Dinger einfach überhaupt nicht vertragen. So ein Mist ... schön zwei Rezepte "abgearbeitet" ... und ich hätte wirklich gerne mehr als nur zwei Happen probiert ... aber jeder Bissen löste Schmerz im Bauch aus.

Habe aber auch ohnehin eine Saulaune … Arbeit ist einfach richtig doof! In der Firma, in der ich arbeite wird "umstrukturiert" … bedeutet wir sind gewaltig mit uns selbst beschäftigt und vergessen dabei unsere Kunden. Blöd nur, dass unsere Gehälter ja nun mal von dem bezahlt werden, was wir bei Kunden umsetzen! Vorsicht, Kunde droht mit Auftrag! So, oder so ähnlich könnte man die Einstellung bei uns derzeit bezeichnen.

Aber wer weiß schon, ob die Magenschmerzen von der Nuss sind, und nicht doch auch ein bisschen von dem ganzen Mist um mich herum. Immerhin weiß ich auch nicht so genau, ob ich in einem Jahr noch einen Job habe oder nicht. Nun ja … ich werde auf jeden Fall weiterkochen … komme was wolle, und morgen kann ich gewiss wieder was essen … hoffe ich!

14.1.16 19:00, kommentieren