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Hypnotisierte Finger

Ich bin wieder da! Denn es ist Wochenende. 

In der vergangenen Woche habe ich tatsächlich festgestellt, dass mein armes Gehirn an Werktagen so sehr mit der Arbeit beschäftigt ist, dass ich kaum Muße habe, abends den Kochlöffel zu schwingen, geschweige denn danach auch noch darüber zu berichten. Mir fehlen, im wahrsten Sinne desselbigen, dann tatsächlich die Worte. Wenn ich am Montag oder Dienstag geschrieben hätte wäre es nichts als eine endlose Litanei über dieses seltsam wirre Unternehmen gewesen, für das ich schon seit Jahren tätig bin. *seufz* Besser gar nicht daran denken, sonst kommt gleich wieder die nächste Schreibblockade und macht sich vor mir auf dem Monitor meines LabTops breit wie ein feistes kleines Geschwür ... hartnäckig auf meine Finger starrend, als wolle es sie hypnotisieren. So ähnlich fühlt sich das jedenfalls an, wenn einem einfach die Worte nicht einfallen wollen. Als hätte jemand die Finger gelähmt und den Geist vernebelt, auf dass sich keine zwei Ausdrücke zu einem Satz zusammenfinden können.

Aber gekocht habe ich trotzdem. Der entsetzliche Montag endete mit einem schmackhaften Kräutersüppchen, welches mir und meinem Sohn doch sehr gemundet hat. Meinem Mann war es zu scharf ... war viel Schnittlauch drin, und Lauchgewächse führen bei meinem Schatz immer zu Flatulenzen infernalischen Ausmasses.

Dienstag habe ich tatsächlich "geschwänzt". Mein Mann war abends unterwegs und nach einem massiv gruseligen Arbeitstag, fühlte ich mich kaum in der Lage den Kochlöffel überhaupt zu heben, geschweige denn ihn zu schwingen. Die Lieblingspizza meines Sohnes von unserem Haus- und Hoflieferanten ist mit marinierten Tomatenstückchen, Thunfisch und Rucola belegt, und ich gönnte mir eine Italiana mit allem was dazu gehört ... Pilze, Schinken, Salami, Artischocken und viel Käse! Yeah! Ich liebe geschmolzenen Käse ... genau genommen könnte ich mich gut und gerne von nichts anderem als diesem herrlichen Milchprodukt ernähren, in so ziemlich jeder Form und je stinkiger desto besser! Damit stehe ich in dieser Familie allerdings ziemlich alleine da ... *seufz*

Als ich Mittwochs aufstand, um meinen Sohn in die Schule zu bringen und mich danach an meinen Arbeitsplatz zu begeben, entfuhr mir der Ausdruck "Bergfest!". Mit einigem Seufzen, Ächzen und Stöhnen schleppte ich mich durch den Tag und freute mich abends doch tatsächlich auch ein bisschen auf dieses eigentümliche asiatische Wokhühnchen mit Frühlingszwiebeln, Bananen und Litschis, welches ich kochen wollte. Ich hatte sogar frischen Koriander bekommen können. Ein herrlich intensiver Geschmack in asiatischen Speisen, der gekoppelt mi ein wenig Schärfe und gemildert durch Sahne oder Kokosmilch sehr lecker sein kann ... aber auch mit dieser Meinung stehe ich ein wenig Abseits der einhelligen Geschmacksrichtung, die meine Männer bevorzugen. Mein Sohn pickte sich die Hühnchenstreifen raus und ich bekam abends auf dem Sofa die Frühlingszwiebeln ein zweites Mal zu verköstigen ... olfaktorisch, wenn Ihr versteht was ich meine.

Am Donnerstag wollte ich meine Beiden Schätze dann mit Fleisch und Kartoffelbrei verwöhnen. Echtes Männeressen! Ok, auf den Scheiben aus der Hohen Rippe, die kurz angebraten serviert wurden, prangte eine leckere Zwiebelsauce, von der mein Mann (ich bin ihm dafür wirklich dankbar) lediglich die Sauce aß und die Zwiebeln wegließ ... auch wenn die eigentlich wirklich das Leckerste an der ganzen Angelegenheit waren ... zusammen mit dem herrlich sahnigen Kartoffelbrei.

Und dann ... TGIF! THANK GOD IT'S FRIDAY! Und für den lang herbeigesehnten Tag aller Tage der Woche hatte ich mir etwas ganz besonderes ausgedacht ... aber das werde ich im nächsten Eintrag beschreiben ... ich kann nur so viel sagen: Es war ein Fest, es hat Spaß gemacht und mein Mann (in Gänze, auch inkl. Darm) hat es genossen.

23.1.16 11:28

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